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Bodenheim

Anlage zu TOP 1der Niederschrift zur öffentlichen Sitzung es Verbandsgemeinderates der Verbandsgemeinde Bodenheim vom 15.12.2016

Anlage zu TOP 1
der Niederschrift zur öffentlichen Sitzung es Verbandsgemeinderates der Verbandsgemeinde Bodenheim vom 15.12.2016
Verbandsgemeinde Bodenheim
Bericht der Gleichstellungsbeauftragten
Mai 2014 - Dezember 2016
Ariane Schmitt, Am Dollesplatz 1, 55294 Bodenheim
Telefon 0 61 35 / 72 122
gleichstellungsbeauftragte@vg-bodenheim.de
Sprechstunde nach Vereinbarung
Inhalt Seite
Vorwort 3
1. Aufgabenfelder der Gleichstellungsbeauftragten 4
1.1 Rahmenbedingungen 5
1.2 Sprechstunde / Beratung 5
2. Vernetzung / Kooperationen 6
3. Organisation und Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen, Vorträgen und Ausstellungen
3.1. Organisation 8
3.2. Durchgeführte Veranstaltungen 9
4. Projekte / weitere Aktivitäten 18
5. Öffentlichkeitsarbeit 19
6. Mutterschutz 19
7. Ausblick 19
Anhang: Veröffentlichungen, Presseartikel
Vorwort
Mit der neuen Legislaturperiode 2014 wurde ich vom Verbandsgemeinderat im Amt bestätigt und für weitere fünf Jahre gewählt. Ich bedanke mich sehr für das mir entgegengebrachte Vertrauen.
In den vorangegangen fünf Jahren in denen ich das Amt der Gleichstellungsbeauftragten bereits begleitet habe, konnte ich viele Bürgerinnen und Bürger mit meiner Arbeit erreichen. Nach wie vor bin ich überzeugt davon, dass die Verbandsgemeinde Bodenheim davon profitiert frauenpolitisch sinnvolle Aktivitäten anzubieten um einen Beitrag zu einer informierten und aufgeklärten Gesellschaft zu leisten.
Ich fordere alle, die diesen Bericht lesen auf, im eigenen persönlichen Umfeld und Wirkungskreis die Situation der Gleichstellung sensibel zu betrachten und beide Geschlechter in Form von Sprache und Schrift sichtbar zu machen. Es geht um gleiche Teilhabe in allen Lebensbereichen unter Anerkennung sowohl der männlichen als auch der weiblichen Eigenschaften.
Der vorliegende Bericht zeigt die Aktivitäten für den Zeitraum von Mai 2014 bis Dezember 2016 rund um dieses Ehrenamt auf.
Bodenheim, im November 2016
Ariane Schmitt
Gleichstellungsbeauftragte

1. Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten
Die Aufgaben der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten wie sie in der Gemeindeordnung und in der Dienstanweisung der VG Bodenheim stehen, sind umfangreich und vielseitig.
Die Grundlage dieser Arbeit begründet sich in Artikel 3 Abs. 2 Grundgesetz, Frauen und Männer sind gleichberechtigt.
Dennoch erfahren Frauen im alltäglichen Leben immer noch vielfach Benachteiligung. Beispielsweise,
- sind Frauen häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen,
- verdienen weniger bei gleicher Qualifikation,
- haben schlechtere Aufstiegschancen und sind im Alter entsprechend schlechter versorgt,
- wird die Hauptlast bei Kindererziehung, Haushalt und Altenpflege von Frauen getragen,
- sind Frauen und Mädchen immer wieder Opfer körperlicher und seelischer Gewalt.
Die Gleichstellungsbeauftragte soll,
- Benachteiligung von Frauen in Gesellschaft und Berufsleben abbauen,
- Hilfestellung und Unterstützung für ratsuchende Bürgerinnen und Bürger in Zusammenarbeit mit anderen Stellen und Einrichtungen geben,
- Ansprechpartnerin für die Einwohnerinnen und Einwohner der Verbandsgemeinde sein,
- in Frauengruppen mitarbeiten, um die Interessen von Frauen durchzusetzen,
- im Dialog stehen mit Verwaltung, Verbänden, Gewerkschaften und Parteien, um die Interessen der Frau bei kommunalen Entscheidungen zu gewährleisten,
- informieren durch Veranstaltungen und Publikationen.
Die Gleichstellungsbeauftragte ist gehalten Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.
Sie ist Ansprechpartnerin für,
- alle Einwohnerinnen und Einwohner unserer Verbandsgemeinde Bodenheim,
- besonders für Mädchen und Frauen die sich in der Familie, dem Beruf oder im öffentlichen Leben aufgrund Ihres Geschlechts benachteiligt fühlen und Auskunft, Beratung und Unterstützung benötigen.
Es handelt sich hierbei um ein Ehrenamt.
1.1 Rahmenbedingungen
Die Verbandsgemeinde Bodenheim stellt mir ein Büro zur Verfügung. Seit April 2016 habe ich über meine private EDV, Zugriff auf das Gleichstellungs-Email-Postfach.

Meine Aufwandsentschädigung beträgt 350,-- Euro monatlich.
Der Etat umfasst jährlich 2.550,-- €
Der Kostenrahmen für die Jahre 2014, 2015 und 2016 wurde jeweils eingehalten.
Die Gleichstellungsbeauftragte ist dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde unmittelbar unterstellt.
1.2 Sprechstunde / Beratungen
Die Sprechstunde ist eingerichtet. Einzelberatung findet nach vorheriger Terminvereinbarung oder telefonisch statt. Vermehrt werden Anfragen per Email gestellt und entsprechend beantwortet. Hauptsächlich unterstützte ich durch Weitervermittlung an die passenden Beratungsstellen oder Einrichtungen. Die meisten Beratungsgespräche ergaben sich durch Seminaranmeldungen oder Rückfragen zu angekündigten Veranstaltungen. Bei angebotenen Veranstaltungen entwickelten sich häufiger intensive Gespräche mit Nachbereitung.
2. Vernetzung / Kooperationen
Veranstaltungen, Vorträge und Ausstellungen in Zusammenarbeit mit:
- Arbeitskreis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Mainz-Bingen
- Agentur für Arbeit Mainz, Chancengleichheit am Arbeitsmarkt
- Frauennotruf Mainz e.V.
- ISUV e.V.
- Kath. Beratungsstelle für Frauen in Schwangerschaft und Notsituationen - Netzwerk Leben
- Kanuclub Oppenheim
- diversen Referentinnen
2.1. Arbeitskreis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten
Ca. viermal im Jahr treffen sich die ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Mainz-Bingen in der Kreisverwaltung mit der hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten Manuela Hansel und Ihrer Mitarbeiterin. Bei diesen Treffen findet ein reger Austausch statt.
Wir beschäftigten uns dabei mit den folgenden Themen:
- Jahresplanung der Vortragsreihen: „Frauen und Finanzen“, „Frauengesundheit“ und „Frauen und Kommunalpolitik“
- Planung der Aktivitäten zum Girls’ Day
- Planung der Veranstaltungen zum Intern. Frauentag, - Beteiligung von Gleichstellungsbeauftragten an den Runden Tischen gegen Gewalt
- Unternehmerinnenmesse des Landkreises Mainz-Bingen
- aktuelle Themen aus der Praxis
2.2. Arbeitsagentur Mainz
Anfang 2015 wurde die Arbeit mit der Arbeitsagentur intensiviert. Zunächst wurden für interessierte Wiedereinsteigerinnen nach Familien- oder Pflegezeit offene Beratungstermine angeboten. Ende 2015 wurde das Angebot erweitert, indem die hochwertige Veranstaltungsreihe BIZ & Donna in die VG Bodenheim und somit „Vor Ort“ geholt werden konnte. Dies geschah dank der guten Zusammenarbeit zwischen der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt bei der Arbeitsagentur und den Gleichstellungsbeauftragten der Verbandsgemeinden Bodenheim, Rhein-Selz und Nieder-Olm.
2.3. Kath. Beratungsstelle für Frauen in Schwangerschaft und Notsituationen - Netzwerk Leben
Mit der Beratungsstelle hat bereits meine Vorgängerin eng zusammengearbeitet. Diese Zusammenarbeit habe ich 2009 übernommen. Schon seit 2010 werden gemeinsam die jährlich stattfindenden, erfolgreichen Frauenfrühstücke initiiert.
Die Arbeit der Beratungsstellen ist Teil der Initiative Netzwerk Leben des Bistums Mainz für Frauen in Schwangerschaft und Notsituationen. Netzwerk Leben ist überall dort spürbar, wo sich Menschen im Rahmen der Initiative für Frauen und Familien in Schwangerschaft und Notsituationen einsetzen.
Bedauerlicherweise musste die Beratungsstelle aus den Räumen im Caritas-Zentrum St. Elisabeth Bodenheim aufgrund Umbauarbeiten nach Nieder-Olm umziehen. In der Verbandsgemeinde Bodenheim waren keine geeigneten Räumlichkeiten zu finden. Trotzdem werden Angebote in Bodenheim gemacht, z. B. Mütter/Väter-Treff in den externen Räumlichkeiten wie der Hebammenpraxis Albes.
2.4. Kanuclub Oppenheim
Der Kanuclub Oppenheim bietet jährlich einen Kanuschnupperkurs für Mädchen und Frauen mit dem Titel: „For Girls only“ an. Seit 2010 bin ich Mitveranstalterin dieses gerne genutzten Angebotes. Zuletzt wurde der Kurs 2014 mit 16 Teilnehmerinnen angeboten.
2.5. Dialog mit Projekt SoNAh, Seniorennetzwerk Bodenheim
Seit Ende 2016 sind die Projektkoordinatorin Frau Kerstin Thieme-Jäger und ich im Gespräch und am Überdenken in wie weit sich unsere Arbeit miteinander verbinden lässt.
2.6. CJD Mainz - Perspektive Wiedereinstieg
Das Projekt „Perspektive Wiedereinstieg - Potentiale erschließen“ ist seit 2015 wieder in Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen an der Arbeit. Interessierte Frauen und Männer werden nach der Familienzeit unterstützt den Weg zurück in die Erwerbstätigkeit zu gestalten. Ebenso wird beraten, wie Frauen aus einem Minijob in ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis wechseln können.
Der Start des Projektes wurde im Rathaus Mainz präsentiert.
3. Organisation und Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen, Vorträgen, Unterstützungsangeboten und Ausstellungen
3.1. Organisation
Zur Organisation von öffentlichen Veranstaltungen sind folgende Voraussetzungen zu schaffen:
- Absprachen über Inhalt, Termin und Honorare mit den Referentinnen und Referenten
- Terminabsprachen in der VG-Verwaltung zur Bereitstellung von Räumlichkeiten
- Ausstattung der Räumlichkeiten (Getränke, ggfs. Speisen, Bestuhlung, technische Voraussetzungen schaffen)
- Einladungen verfassen, drucken, auslegen in öffentl. Einrichtungen
- den Ausschreibungstext über das Nachrichtenblatt und den Presseverteiler der Verbandsgemeinde veröffentlichen
- Veranstaltungsfeedback einholen
3.2. Durchgeführte öffentliche Veranstaltungen
3.2.1. Frauen-Gesundheit
Der Arbeitskreis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Mainz-Bingen hat im Jahr 2012 die Veranstaltungsreihe „Frauen-Gesundheit“ ins Leben gerufen. Die vielfältigen Veranstaltungsangebote landkreisweit werden in einem Flyer zusammengefasst.
2014
Tagesseminar
„Frauenpower in luftiger Höhe“, Besuch im Hochseilgarten
Datum: 17. Mai 2014, 10.00 - 15.00 Uhr
Ort: Hochseilgarten Bad Kreuznach
Referentin: Melanie Bichler, Trainerin
Beteiligung: 7 Frauen
Frauen dürfen mutig und neugierig sein ihre Grenzen zu verschieben und Neues auszuprobieren. An diesem Tag stand: „Neues wagen und dabei Spaß haben“ im Vordergrund. In einer geschlossen Frauengruppe unter professioneller Anleitung konnten sich die Frauen im geschützten Rahmen ausprobieren und ihre Grenzen erfahren. Der Glanztages-Workshop hat eine sehr positive Resonanz der Teilnehmerinnen erhalten.
2015
Vortrag
„Gesund bleiben - nach Hildegard von Bingen“
Datum: 30. April 2015, um 19.00 Uhr
Ort: Sitzungssaal der VG Bodenheim
Referentin: Birgit-Marita Hähnel
Beteiligung: 20 Frauen
Einführung in die Küchengeheimnisse der Hildegard von Bingen. Frau Hähnel hat eine Vielzahl unerwarteter und ungewöhnlicher Möglichkeiten vorgestellt, die eigene Gesundheit selbst in die Hände zu nehmen.
Ein reger Austausch ist entstanden und viele Fragen wurden beantwortet.
Die Veranstaltung war auf 20 Teilnehmerinnen begrenzt, die Nachfrage ging darüber hinaus.
3.2.2. Internationaler Frauentag
Zum Internationalen Frauentag, der bereits seit 1911 begangen wird, fanden wieder zahlreiche Veranstaltungen statt, die von den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, aber auch von Vereinen, Parteien und Frauenverbänden initiiert wurden. Alle gemeldeten Veranstaltungen erschienen in einem gemeinsamen Flyer, der von der Gleichstellungsstelle der Kreisverwaltung Mainz-Bingen herausgegeben wurde. Traditionell wird zum Intern. Frauentag in der Verbandsgemeinde Bodenheim, in Kooperation mit der Kath. Beratungsstelle - Netzwerk Leben, ein Frauenfrühstück organisiert.
2015
Frauenfrühstück
„Wo bleibe ich - Alltagsstress - was tun...?!
Datum: 14. März 2015, 09.30 - 12.00 Uhr
Ort: Sitzungssaal des VG Rathauses
Referentin: Dipl. Psychologin Anni Braun
Beteiligung: 29 Frauen
Frauen sind täglich in Familie und Beruf vielen Belastungen ausgesetzt. Wenn zu viel zusammen kommt, oder wenn diese Belastungen lange Zeit anhalten, ist die Gesundheit gefährdet. Oft stellen sich Frauen dann die Frage: wo bleibe ich?
Anni Braun zeigt den Teilnehmerinnen auf, wie Stress entsteht und was jede selbst dagegen tun kann. Im Anschluss wurden Fragen gestellt und es entstand ein reger Dialog.
2016
Frauenfrühstück
„Spannungen und Konflikte im Familienalltag - ist Entspannung schon die Lösung?“
Datum: 12. März 2016, 09.30 - 12.00 Uhr
Ort: Sitzungssaal des VG Rathauses
Referentin: Pastoralreferentin Heike Knögel
Beteiligung: 21 Frauen
Konflikte im Alltag führen zu spannungsreichen Beziehungen. Gute Absichten standen zu Beginn einer Beziehung, Missverständnisse in den Gesprächen heizen die Situation an. In einer Gesprächsrunde regte Frau Knögel mit einigen Impulsen an, einen anderen Blickwinkel auf so manche Alltagssituation zu bekommen. Frau Knögel moderierte einen aktiven Vormittag, an dem sich jede Teilnehmerin einbringen konnte. Das Feedback war durchweg positiv, besonders wurde die aktive Mitarbeit geschätzt.
3.2.3. Frauen und Finanzen
Gleichberechtigung beginnt im Geldbeutel. In Deutschland verdienen Frauen immer noch rund ein Viertel weniger als Männer. Rund 75 % der Frauen sind von Altersarmut betroffen, denn sie können im Alter nicht von ihrem eigenen Einkommen leben.
Die Ehe bietet Frauen keine finanzielle Sicherheit mehr.
Vor diesem Hintergrund besteht die Notwendigkeit, dass sich Frauen mit den verschiedensten Aspekten der Finanzen befassen. Der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Mainz-Bingen gibt jährlich einen Flyer mit allen Veranstaltungen heraus. Die Teilnahme ist immer kostenfrei, die Honorare der Referentinnen werden aus einem gemeinsamen Etat bezahlt.
2014
Vortrag:
„Ver-/Erben leicht gemacht“
Datum: 20. November 2014, 20.00 Uhr
Ort: Sitzungssaal des VG Rathauses
Referentin: Martina Schärfe, Fachanwältin für Familien- und Erbrecht,
Mediatorin aus Mainz
Beteiligung: 35 Frauen und Männer
Rechtsanwältin Martina Schärfe informierte an diesem Abend rund um die Erstellung eines Testaments. Die Möglichkeit der Fragestellung wurde gegeben, allerdings fand keine individuelle Beratung statt. Die gute Resonanz der Veranstaltung zeigt das hohe Interesse an diesem Thema in unserer Verbandsgemeinde.
2015
Vortrag:
„Durchstarten statt Bruchlanden - Trennung und Scheidung“
Datum: 17. September 2015, 20.00 Uhr
Ort: Sitzungssaal des VG Rathauses
Referentin: Martina Schärfe, Fachanwältin für Familien- und Erbrecht,
Mediatorin aus Mainz
Beteiligung: 19 Frauen und Männer
Überblick über die rechtlichen Auswirkungen bei einer Trennung und Scheidung. Gut zu wissen, was zu regeln und zu beachten ist. Frau Schärfe sprach alle Themen an, für die im Zusammenhang mit einer Trennung oder Scheidung eine Lösung gefunden werden muss.
3.2.4. Frauen und Kommunalpolitik
Die Kommunalen Gremien wurden 2014 neu gewählt. Im Nachgang zu den Kommunalwahlen und dem damit in Zusammenhang stehenden Mentorinnenprojekt des Landkreises Mainz-Bingen wurde die Reihe „Frauen und Kommunalpolitik“ wieder neu aufgelegt.
Der Arbeitskreis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten bietet Veranstaltungen an, innerhalb derer interessierte Frauen von bereits politisch erfahrenen Frauen profitieren können. Außerdem ist uns wichtig, gewählte Frauen in ihren Entscheidungen zu begleiten bzw. bei ihren ersten Schritten zur Seite zu stehen.
2014
Seminar
„Selbstbewusst reden und überzeugend präsentieren - gewusst wie!“
Datum: 22 + 23. November 2014, 09.30 - 18.00 Uhr
Ort: Sitzungssaal der VG Bodenheim
Referentinnen: Eva Altenburg, Isabel Ihm
Beteiligung: 15 Frauen
Die Referentinnen stellten sofort umsetzbare Methoden zur Selbstpräsentation vor. Im geschützten Rahmen konnte direkt die Wirkung auf andere Personen ausprobiert und gegebenenfalls verbessert werden.
Die Kommunalpolitikerinnen aus dem VG-Rat Bodenheim wurden persönlich per Email eingeladen.
3.2.5. Beratungsangebot der Agentur für Arbeit
Frauen unterbrechen häufig ihre Berufstätigkeit, um ihre Kinder zu erziehen oder ihre Angehörigen zu pflegen. Frauen und Männer, die nach der Familienphase wieder beruflich einsteigen wollen, sind ein unverzichtbares Potenzial für den Arbeitsmarkt. Das Beratungsangebot der Agentur für Arbeit richtet sich speziell an diese Personengruppe und unterstützt dabei vielfältig. Es wird eine umfassende und individuelle Beratung zu allen Fragen rund um die berufliche und persönliche Bildung angeboten.
Unter dem Slogan: „Motiviert zurückkehren - Beratung für Wiedereinsteigende aus einer Hand“ konnten sich interessierte Frauen und Männer im Rahmen einer offenen Sprechstunde an die Wiedereinstiegsberaterin Frau Meichel wenden. Die Beratung war kostenfrei und absolut vertraulich.
Die offene Sprechstunde wurde an folgenden Terminen angeboten:
30.01.2015 7 Frauen nahmen das Angebot in Anspruch
13.02.2015 2 Frauen nahmen das Angebot in Anspruch
27.02.2015 0 Frauen nahmen das Angebot in Anspruch
16.04.2015 4 Frauen nahmen das Angebot in Anspruch
22.05.2015 2 Frauen nahmen das Angebot in Anspruch
25.09.2015 eine Frau nahm das Angebot in Anspruch
22.01.2016 6 Frauen nahmen das Angebot in Anspruch
08.04.2016 2 Frauen nahmen das Angebot in Anspruch
3.2.6. BiZ & Donna „Vor Ort“
Die beliebte Veranstaltungsreihe im Berufsinformationszentrum (BiZ) in der Agentur für Arbeit in Mainz kommt „vor Ort“. Die Kooperation mit den Verbandsgemeinden Bodenheim, Rhein-Selz und Nieder-Olm macht es möglich. Die Agentur für Arbeit Mainz bietet die beliebte und hochwertige Veranstaltungsreihe in Bodenheim an.
Es werden Expertinnen engagiert zu Themen, die Frauen bei der Suche eines Arbeitsplatzes interessieren und behilflich sein können.
Das Angebot war kostenfrei. Ein Infostand der Agentur für Arbeit mit Beraterin war ebenfalls immer vor Ort.
2015
Vortrag
„Bewerbung & Selbstvermarktung - Bewerbung in eigener Sache“
Datum: 20. Februar 2015, ab 9.00 Uhr bis 11:00 Uhr
Ort: Sitzungssaal, VG Rathauses
Referentin: Patricia Schäfer, PS-Seminarberatung
Beteiligung: 30 Frauen
Eine erfolgreiche Bewerbung erfordert eine individuell auf die persönliche Situation zugeschnittene Strategie - und gute Vorbereitung. Frau Schäfer gab Auskunft über Bewerbungsformen, Wege der Selbstvermarktung und geschickten Formulierungen für Anschreiben und Lebenslauf.
2016
Vortrag
„Ihr Vorstellungsgespräch - Überzeugend anders“
Datum: 30. September 2016, ab 9.00 Uhr bis 11:00 Uhr
Ort: Sitzungssaal, VG Rathauses
Referentin: Christine Pfeiffer, Personaltraining Pfeiffer
Beteiligung: 17 Frauen
Wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, hat bereits die erste Hürde genommen. Unsere Expertin Frau Pfeiffer gab Auskunft worauf Personalverantwortliche achten, über Gesprächsvorbereitung und -verlauf, Erscheinungsbild und Verhalten, Körpersprache, heikle Fragestellungen und sichere Gehaltsverhandlung.
Die beiden Themen wurden 2015 und 2016 jeweils umgekehrt in der VG Rhein-Selz angeboten. 2016 wurde die Veranstaltungsreihe durch das Thema „Life/Work Planning- Finde den Job der zu Dir passt!“ in der VG Nieder-Olm ergänzt.
3.2.7. Vortragsreihe mit ISUV e.V.
Der Interessenverband ISUV e. V. setzt sich für ein gerechteres Unterhalts- und Familienrecht ein. In Zusammenarbeit mit der Leiterin der Kontaktstelle Mainz, Frau Lenzen wurden folgende Vortragsveranstaltungen durchgeführt:
2014
Vortrag
„Drum prüfe wer sich ewig bindet! Eheverträge - Partnerschaftsverträge und andere Vereinbarungen“
Datum: 24. September 2014, 19.00 Uhr
Ort: Sitzungssaal des VG Rathauses
Referent: Ulrike Ernst, Fachanwältin für Familienrecht
Beteiligung: 15 Frauen und Männer
Das Thema war sowohl für verheiratete wie auch für Personen, die über eine Eheschließung nachdenken sehr interessant. Es entstand ein reger Austausch.
2015
Vortrag
„Wege aus der Trennungskrise“
Datum: 28. Oktober 2015, 19.00 Uhr
Ort: Sitzungssaal des VG Rathauses
Referent: Hildegard Krott, Psychotherapeutin
Beteiligung: 14 Frauen und Männer
Die Referentin zeigt Wege aus der Trennungskrise auf und gibt Hilfestellung. Dabei wird deutlich in welch schwierigen Situationen sich Personen in der Trennungsphase befinden können.
2016
Vortrag
„Trennung und Scheidung: Irrtümer, Fehler und Fristen“
Datum: 22. November 2016, 19.00 Uhr
Ort: Sitzungssaal des VG Rathauses
Referent: Herr Uhlmann, Fachanwalt für Familienrecht
Beteiligung: 16 Frauen und Männer
Rund um die Themen Trennung und Scheidung schwirren viele Irrtümer durch die Gesellschaft. Durch Unkenntnis entstehen häufig Fehler, die später nur sehr schwer wieder ausgeglichen werden können, wenn überhaupt. Der Referent zeigte Wege aus der Trennungskrise auf und vermittelt einen Durchblick in dieser schwierigen Lebenssituation.
3.2.8. Frauennotruf Mainz e.V.
Im Jahr 2015 fanden zwei Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten Nicole Bernard der VG Rhein-Selz und dem Frauennotruf e.V. Mainz statt.
Vortrag
„Cyber-Stalking und Sexting, Signale erkennen – Hilfestellung leisten“
Datum: 2. Juli 2015, 19.00 Uhr
Ort: Sitzungssaal des VG Rathauses
Referent: Michaela Brauburger, Medienpädagogin
Beteiligung: 2 Frauen
Die Referentin erklärte wie man als Bezugsperson von Mädchen, aber auch als Frau selbst, Signale erkennen und den Betroffenen mit konkreten Hilfestellungen zur Seite stehen kann. Sie gab Tipps für die Präventionsarbeit.
Vortrag
„K.O.cktail? Was sind K.O. Tropfen?“
Datum: 11. Juni 2015, 19.00 Uhr
Ort: Weingut Raddeck, Nierstein
Referent: Eva Jochmann, Fachfrau Notruf
Beteiligung: 2 Frauen
Frau Jochmann klärte zu Fragen auf wie: Was sind K.O. Tropfen? Welche Wirkung haben die Substanzen? Was bedeutet es für betroffene Frauen und Mädchen, wenn sie unter Einfluss von K.O. Tropfen vergewaltigt wurden? Wie können sich Frauen und Mädchen schützen?
weitere Angebote......
Ausstellung von Oksana Kyzymchuk-Guizot
„Frauen und Mädchen in der Ukraine“
Datum:06 12.2014 - 30.01.2015
Ort: Galerie, Rathaus der VG Bodenheim
„Frauen und Mädchen in der Ukraine" zeigt Arbeiten der deutsch-ukrainischen Fotografin Oksana Kyzymchuk-Guizot. Sie wandert zu Fuß umher und fotografiert Frauen in ihrem Heimatland der Ukraine. Auf 15 farbenfroh, bunten Bildern berichtet sie über Erfahrungen, die ganz unterschiedliche Frauen und Mädchen in der Ukraine machen.
Die Ausstellung wurde eröffnet von Bürgermeister Dr. Scheurer und dem Honorarkonsul der Ukraine für Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Hansjürgen Doss. Mein Anliegen war es den Blick auf Probleme und Lebensweisen von Mädchen und Frauen außerhalb Deutschlands zu richten.
Tagesseminar
„Miteinander reden - gewusst wie!“
Datum: 3. Dezember 2016, 09.30 - 18.00 Uhr
Ort: Sitzungssaal der VG Bodenheim
Referentinnen: Eva Altenburg, Isabel Ihm
Beteiligung: 7 Frauen
Ein Kommunikationsseminar für Frauen, die mehr wollen als Smalltalk. Die Referentinnen stellten sofort umsetzbare Methoden vor. Die Teilnehmerinnen reflektierten im geschützten Rahmen ihr Kommunikationsverhalten und verbesserten so ihre Gesprächskompetenz.
4. Projekte / weitere Aktivitäten
4.1. Internationaler Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“

Der 25. November ist seit 1999 von der UN als internationaler Gedenktag gegen Gewalt anerkannt. Am 25. November 1960 wurden die Schwestern der Familie Mirabal vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter ermordet. Der Kampf der Mirabal-schwestern gegen die Diktatur wurde für Frauen weltweit zum Vorbild.
Um diesen Tag der Allgemeinheit deutlich zu machen wurde eine bundesweite Fahnenaktion von Terre des Femmes initiiert, an der die VG Bodenheim jährlich teilnimmt.
4.2. Projekt Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag
Mädchen sollen an diesem Tag Einblicke in technische, naturwissenschaftliche und handwerkliche Berufstätigkeiten erhalten.
Durch Pressearbeit machte ich weiterhin auf den Girls Day aufmerksam, ebenso auf den parallel stattfindenden Boys Day.
4.3. Mitarbeit in der Arbeitsgruppe im rheinland-pfälzischen Frauenministerium
Die Arbeitsgruppe „Verbesserung der Rahmenbedingungen für die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in den Verbandsgemeinden“, initiiert vom Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz, Referat Frauenorganisationen, Kommunale Gleichstellung, Gender Mainstreaming traf sich seit 2011 ca. zwei bis dreimal im Jahr und war bis zum Ende der Legislaturperiode eingerichtet.
Die Arbeitsgruppe überarbeitete die Musterdienstanweisung und die bewährte Handreichung für kommunale Gleichstellungsbeauftragte inhaltlich und gestaltete sie grafisch neu.
Dabei orientieren sich die ausgewählten Themenbereiche an den Bedürfnissen der Praxis und geben hilfreiche Anregungen und Vorschläge für die konkrete Arbeit. Vor allem kommunale Gleichstellungsbeauftragten, die neu im Amt sind, erhalten so eine erste wichtige Orientierung.
Parallel wurde an der Sonderausgabe 8/2015 - Kommunale Gleichstellungsbeauftragte- von Gemeinde und Stadt, herausgegeben vom GStB, gearbeitet.
Darin bin ich mit dem Themenbeitrag „Aktive Gleichstellung vor Ort - vielschichtig und herausfordernd“ vertreten. Der Artikel befindet sich in der Anlage.
4.4. Bürgerfahrt, politische Bildungsreise nach Berlin
Auf Einladung der MdB Tabea Rößner hat ein großer Teil der kommunalen Gleichstellungskolleginnen aus dem Landkreis eine viertägige Bürgerreise nach Berlin unternommen. Die politische Bildungsreise fand statt von 15.-19.11.2015.
5. Öffentlichkeitsarbeit
Regelmäßige Veröffentlichungen im Nachrichtenblatt und der lokalen Presse finden statt.
6. Mutterschutz
In der Zeit von April bis August 2016 befand ich mich im Mutterschutz, woran sich nun meine Elternzeit anschließt. Das Ehrenamt übe ich weiterhin als Nebentätigkeit aus.
Um die Arbeit unkompliziert weiterführen zu können, ist die Gleichstellungsrufnummer auf mein Handy weitergeleitet. Ebenso wurden mir nach Rücksprache mit Bürgermeister Dr. Scheurer von der EDV-Abteilung Zugangsdaten gegeben, damit ich meine Emails von zu Hause aus abrufen kann.
7. Ausblick
Für 2017 sind bereits einige Veranstaltungen in der Vorbereitung:
27. Januar Frauen-Gesundheit, Vortrag: Aromatherapie und Stressmanagement
10. Februar Beratung Wiedereinstieg durch Arbeitsagentur - Offene Sprechstunde
11. März Intern. Frauentag, Frauenfrühstück, Thema: Umgang mit Stress im Alltag
22. April Tagesseminar: „Wie motiviere ich mich selbst?“
BiZ & Donna „vor Ort“
24. August VG Rhein-Selz, Vortrag: „Work/Life-Planning“
26. September VG Nieder-Olm, Vortrag: „Im Vorstellungsgespräch überzeugen“
26. Oktober VG Bodenheim, Vortrag: „Familie und Beruf unter einen Hut bringen“
Termine finden Sie unter:
www.vg-bodenheim.de - Gleichstellungsbeauftragte -Mitteilungen



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