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Hermeskeil

Petrus ist (leider) kein Franziskaner

Sr. Beate, Sr. Dorothea-Maria und Sr. Elke stellten ihre künftige Arbeit im Kloster vor. Im Hintergrund Prälat Holkenbrink und Dechant Grünebach

Petrus ist (leider) kein Franziskaner
Regen tat dem Willkommensfest für die Kommunität St. Clara in Hermeskeil aber keinen Abbruch
Was von langer Hand geplant und vorbereitet ist, lässt sich leider kurzfristig nicht mehr verlegen. Und so fand am vergangenen Samstag im Hermeskeiler Klostergarten das Begrüßungsfest für die drei Ordensschwestern von der Kommunität St. Clara statt, obwohl die Wettervorhersagen hartnäckig die ganze Woche über - ausgerechnet für diesen einen Tag - ergiebigen Regen gemeldet hatten. Einer Reihe von Zelten, aber auch der Feierlaune der Klostergemeinde und zahlreicher Gäste war es zu verdanken, dass kaum jemand sich etwas daraus machte.
Pünktlich um 14.00 Uhr eröffnete das Klosterensemble, unterstützt vom evangelischen Kirchenchor Züsch, den Begrüßungsgottesdienst, den Prälat Dr. Georg Holkenbrink zusammen mit Dechant Clemens Grünebach in der überfüllten Klosterkirche zelebrierte. In seiner Predigt erinnerte der Bischofsvikar daran, dass an diesem Tag das Fest des Kirchenvaters Hieronymus gefeiert werde, der zu den vier großen Kirchenvätern gehöre und zu dessen herausragenden Leistungen die Übersetzung der Bibel ins Lateinische gehört habe.
Am Ende des Gottesdienstes begrüßte die Vorsitzende des Fördervereins des Franziskanerklosters, Dr. Kerstin Schmitz-Stuhlträger, die drei Franziskanerinnen - Sr. Beate, Sr. Dorothea-Maria und Sr. Elke - auf's Herzlichste und dankte zunächst allen, die in den vergangenen Monaten das Klösterchen mit Leben erfüllt hätten. Es gebe eine Vielzahl von Menschen, denen Dank dafür gebühre, dass diese neue Form des Zusammenlebens von Schwestern aus verschiedenen franziskanischen Gemeinschaften möglich geworden sei: Prälat Holkenbrink stellvertretend für das Bistum, das den Aufbau des Klösterchens als geistliches Zentrum begleite und mitfinanziere, Dechant Grünebach, dem es zu verdanken sei, dass auch nach dem Abschied von den Franziskanern dennoch jeden Sonntagabend Eucharistie im Kloster gefeiert werde, und für den das Klösterchen "ein wichtiger, integraler Bestandteil der Pfarrei St. Franziskus" sei, Pater Markus Fuhrmann als Vertreter des Franziskanerordens, der nicht nur das Kloster für die nächsten fünf Jahre mietfrei zur Verfügung stelle, sondern auch bis Oktober dieses Jahres die laufenden Kosten übernommen habe, Sr. Evamaria, die als Mitglied der Interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft die Projektidee auf den Weg gebracht habe, und vielen anderen, deren namentliche Erwähnung den Rahmen dieses Berichts sprengen würde.
Von "weltlicher Seite" hieß Frau Schmitz-Stuhlträger u.a. den Kreisbeigeordneten Helmut Reis willkommen und meinte: "Wir sind froh und dankbar, dass der kulturelle Beitrag des Klosters auch über Hermeskeil hinaus Wertschätzung erfährt". Auch an Bürgermeister Michael Hülpes und Stadtbürgermeister Dr. Mathias Queck richtete sie Dankesworte: Der Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde habe beschlossen, jährlich einen Zuschuss für das Kloster in den Haushalt einzustellen, und die Stadt habe zugesagt, den Winterdienst für den Zugang zum Kloster weiter zu leisten.
Am Ende ihres Grußwortes richtete die Fördervereinsvorsitzende sich an die drei neuen Bewohnerinnen des Klösterchens und rief ihnen zu: "Ihr geht diesen Weg nicht allein, Gott geht mit und alle Menschen, die heute hier versammelt sind und sich dem Kloster verbunden fühlen."
Weitere Grußworte sprachen Sr. Evamaria von der Interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft, Mirjam Minder, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats der Pfarrei St. Franziskus Hermeskeil, und Stadtbürgermeister Dr. Queck, bevor auch Sr. Beate, Sr. Dorothea Maria und Sr. Elke ans Mikrofon traten und die Ziele ihrer zukünftigen Arbeit in Hermeskeil vortrugen.
Dem Gottesdienst und der anschließenden Feier wohnten auch die ehemaligen Klosterbewohner Lutwin und Johannes bei, die von allen, die sie kannten, herzlich begrüßt wurden. Die Brüder Joachim, Christoph, Ulrich und Elias waren leider verhindert, hatten aber Grüße ausgerichtet.
Sah es unmittelbar nach dem Gottesdienst, als die Besucher in den Klostergarten strebten, gar nicht mal so schlecht mit dem Wetter aus, so öffnete doch nach einiger Zeit der Himmel seine Schleusen. Die Gäste hielt das aber nicht davon ab, all den leiblichen Genüssen, die hier geboten wurden, zuzusprechen. Besonders beeindruckend war dabei die Vielfalt an Kuchen, für den der Förderverein um eine kleine Spende bat. Die aufgestellten Zelte schützten Menschen und Dinge vor den Unbilden des Wetters und im großen Zelt sorgte die Band "Four Fun" am späten Nachmittag für gute musikalische Unterhaltung. Für die Kleinen unter den Besuchern gab es in den Kellerräumen des Klösterchens die Möglichkeit zum Spielen und Basteln.
Das Begrüßungsfest für die neue Kommunität St. Clara war ein klarer Beweis für das, was die Klostergemeinde sowie die Freunde und Förderer des Klösterchens zu leisten in der Lage sind und damit zeigen, wie wichtig ihnen diese Einrichtung ist. Es war alles hervorragend organisiert, es gab einen beeindruckenden Gottesdienst, in dem die Spiritualität des Hauses wieder fühlbar war, es gab freudige Wiedersehen und gute Gespräche im Klostergarten und viele freundliche Worte und ein herzliches Willkommen für die drei neuen Bewohnerinnen. Ein großes Lob den zahlreichen fleißigen Helferinnen und Helfern, die mit viel Engagement auf vielfache Art und Weise zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben.

(WIL-)


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