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Rund um Hermeskeil


Hermeskeil

Einmal Rohbau und zurück

Unser Bild zeigt Landrat Günther Schartz (3. vr) zusammen mit den Architekten Miriam Decker (2.vr) und Christoph Eiden (Bildmitte) , sowie dem stv. Schulleiter Christian Schmidt (3.vl) und weiteren Vertretern der Kreisverwaltung vor einer aus dem Beton herausgeschnittenen Öffnung in der Außenwand, die später als Notausgang dienen soll. Foto: bb

Einmal Rohbau und zurück

Sporthalle der IGS wird kernsaniert und erhält ein neues Kleid – Sanierung läuft

Es ist unübersehbar: Die Sanierung der Sporthalle der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Hermeskeil ist in vollem Gange. Momentan laufen die Abbrucharbeiten im Inneren der Halle. Im Rahmen eines Pressetermins am Donnerstag vergangener Woche vor Ort informierten Landrat Günther Schartz als Vertreter des Kreises und somit als Schulträger zusammen mit dem verantwortlichen Architekten Christoph Eiden aus Hermeskeil und der zuständigen Architektin des Kreises, Miriam Decker, über die umfangreiche Baumaßnahme. Die Überschrift bringt es auf den Punkt, die Sporthalle wird kernsaniert und erhält innen und außen ein neues Kleid. Das Gebäude, 1972 zusammen mit dem Schulgebäude errichtet, ist in die Jahre gekommen und bedarf einer dringenden Runderneuerung. Von dem ursprünglichen Gebäude bleibt nur der Rohbau übrig, alles andere wird erneuert bzw. modernisiert.

Die gesamte Maßnnahme wird rd. 4.8 Mio. Euro kosten, bisher liege man im Kostenrahmen, so Miriam Decker. Aus dem Bundesprogramm K3.0 hat der Kreis hohe Zuschüsse erhalten. Dieser Gelder fließen dem Kreis in Abstimmung mit den Gemeinden zu 100 % zu und sollen in schulische Großbaumaßnahmen, wie z. B. in Hermeskeil, aber auch in Schweich und Konz fließen. Weitere Gelder werden aus einer Bund-Länder-Finanzbeziehung fließen, so Günther Schartz, hier erhält Rheinland-Pfalz als finanzschwaches Land 256 Mio. Euro für Schulbauprogramme, das Geld wird vom Land an die Kommunen weiter gegeben. Miriam Decker führte aus, dass man ein Jahr im Verzug sei, da die Fördermittel später geflossen seien, hätte man erst in 2017 mit der Sanierung beginnen können. Christoph Eiden gab dann einen Überblick über die Sanierungsarbeiten. Auch in der Halle sei PCB verbaut worden, daher müssen die kontaminierten Bauteile, wie Bodenbeläge, die Wand- und Deckenverkleidung und die Fugen ausgebaut und saniert werden. Auch im Schulgebäude der IGS bestand eine PCB-Belastung, die in den vergangenen Jahren mit einer kompletten Generalsanierung beseitigt wurde. In der Sporthalle sei die Belastung wesentlich geringer, so Eiden. Das Maßnahmenpaket für die Sporthalle umfasst außerdem eine Erneuerung der Dächer, die Fassaden erhalten einen neuen Anstrich. Auch an den Brandschutz hat man gedacht, die Halle erhält einen zweiten Rettungsweg in Richtung Schulhof sowie eine Brandmeldeanlage. Das Brandschutzkonzept wird so ausgelegt, dass bei Veranstaltungen bis zu 800 Personen die Halle nutzen können.
Der Umkleidebereich wird komplett erneuert und unter anderem mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die Halle erhält eine neue LED-Beleuchtung, die für den Sportbetrieb besonders geeignet ist. Außerdem wird die natürliche Belichtung der Sporthalle weiterhin mit Oberlichtern gewährleistet, diese werden allerdings von 90 auf 36 reduziert. Ursprünglich hatte man angedacht, so Eiden, in die Außenwand Richtung Schulstraße Fenster einzubauen, dafür hätte man die Öffnungen aus den Betonwänden ausschneiden müssen. Aus Kostengründen hat man darauf verzichtet, auch weil die Außenfassade dadurch optisch in Mitleidenschaft gezogen worden wäre.
Die Bauwerke und die technischen Gewerke wurden in Paketen ausgeschrieben. Insgesamt wurden bisher 25 Gewerke von Abbruch über Flachdacharbeiten, Gerüstbauarbeiten, technische Gewerke wie Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektroarbeiten, Blitzschutzarbeiten, Trockenbauarbeiten, Malerarbeiten, Fliesenarbeiten, Metallbau- und Schreinerarbeiten bis zu Sportgeräten ausgeschrieben, dabei sind überwiegend Firmen aus der Region zum Zug gekommen. Die Fertigstellung der umfangreichen Arbeiten ist für Ende Januar 2018 geplant. Der Ablauf der Arbeiten erfolgt in enger Abstimmung mit der Schulleitung. Dadurch ist es möglich, dass auch in der Sanierungsphase kein Sportunterricht ausfallen muss. „Wir können in die benachbarte Hochwaldhalle und auf unseren Sportplatz ausweichen“, sagte Dr. Christian Schmidt, stv. Schulleiter der IGS , auch der Sportleistungskurs sei gewährleistet. Günther Schartz führte noch aus, dass der gesamte Gebäudekomplex zu Teilen im Eigentum des Kreises und zu Teilen im Eigentum der VG Hermeskeil stünde. Da auch Bauteile der VG tangiert sind, werde man hier eine Einigung finden. bb





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