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Rund um Hermeskeil


Hermeskeil

"Gemeinschaftsfremde"

"Gemeinschaftsfremde"
Wider das Vergessen: Vortrag: "Gemeinschaftsfremde" - Zwangserziehung im Nationalsozialismus, in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR
Am 22. Mai 2017 findet von 10.00 bis 17.30 Uhr in der Gedenkstätte Hinzert eine Tagung zum Thema "Gemeinschaftsfremde" statt. Vortragende sind u.a. der frühere Direktor des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin Prof. Wolfgang Benz, die ehemalige Leiterin der KZ Gedenkstätte Dachau Dr. h.c. Barbara Distel sowie die Trierer Historikerin Dr. Ulrike Winkler.
Die Ausgrenzung von Außenseitern, als "Gemeinschaftsfremde" stigmatisiert, hatte eine lange Tradition in Deutschland.
Breit war die Palette derer die unter den Begriff der "Gemeinschaftsfremden" fiel: im Nationalsozialismus die so genannten "Asozialen", als "arbeitsscheu" abgestellte Menschen, diejenigen, die aus rassischen Gründen nicht in die "Volksgemeinschaft" passten, wie "Zigeuner" oder diejenigen, die unter das Erbgesundheitsgesetz fielen.
Kindern und Jugendlichen von "Gemeinschaftsfremden" drohte Zwangserziehung, Heimaufenthalt, Psychiatrie; Kinder und Jugendliche, die in die Kategorie der "Gemeinschaftsfremde" fielen, wurden auch in eigens für sie eingerichtete Konzentrationslager eingewiesen.
Auch nach dem Nationalsozialismus wurden Begriffe die der Ausgrenzung und der Kategorisierung von Menschen dienten weiter verwendet, so der des "Asozialen". Auch blieben die Ressentiments gegenüber den "Zigeuner" jahrzehntelang bestehen. Hinzu kamen nun auch Einteilungen wie Gammler oder "kriminell gefährdet".
In beiden Teilen Deutschland - der Bundesrepublik und der DDR - war die Heimerziehung eher Strafe als Erziehung. Und diese Erziehung bestand aus Unterdrückung und Gewalt.
Anmeldungen bitte bis zum 17. Mai 2017 unter info@gedenkstaette-hinzert.de.


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