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Hermeskeil

Gemeinsam schafft man mehr

Willi Auler erläutert die Steuerungsmechanismen am PC des Feuerwehrmuseums.

Gemeinsam schafft man mehr
Kooperation zwischen Hochwald- und Feuerwehrmuseum
Nachdem die Tourist-Information in den Langen Markt umgezogen ist, konnten Interessierte nur noch über Anmeldung und in Gruppen durch die Ausstellung am Neuen Markt streifen. Neue Installationen im Hochwaldmuseum sollen das nun ändern – zusammen mit dem Förderverein des Feuerwehrmuseums soll das Besuchermanagement künftig vereinfacht und geregelt werden.
Lange lag die Zukunft des Hochwaldmuseums im Ungewissen. Stadtratsmitglieder und Bürgern liegen nach wie vor die Unterhaltungskosten bei immer weiter zurückgehenden Besucherzahlen im Magen. Mit dem Umzug der Tourist-Information und der Nichtbesetzung der Stelle des Brauchtumspflegers konnten vor Ort keine Eintrittskarten mehr verkauft und Besucher in die Ausstellung gelassen werden. Es musste was passieren – das war allen klar. Dazu haben im vergangenen Jahr die Mitglieder des Jugend- und Kulturausschusses der Stadt sowie Mitglieder des Fördervereins bei einem gemeinsamen Workshop allerhand Ideen gesammelt und erste Konzepte entwickelt. Ein wesentliches Element wurde nun in die Tat umgesetzt – die Kooperation mit dem benachbarten Feuerwehrmuseum.
Das Konzept
Die Idee war, Beleuchtung und Technik vom Feuerwehrmuseum aus zu steuern und dort auch Eintrittsgelder zu kassieren. An der Kasse können sogenannte Transponder gegen eine Pfandgebühr von 10 Euro ausgeliehen werden. Die Besucher können sich dann frei und allein im Museum bewegen und die Exponate betrachten.
Umrüstung und Kosten
Eine neue Schließtechnik und die Koppelung des Lichtsystems mit dem im Feuerwehrmuseum machen die sofortige Öffnung des Museums nun möglich. Alexander Schmitt, ehrenamtlich aktiver Techniker im Feuerwehrmuseum, hat in den vergangenen Wochen Kabel gezogen und die Steuerung über den Computer installiert. Darüberhinaus wurden im Hochwaldmuseum Kameras zwecks Überwachung angebracht. Die Kosten für die zeitaufwändigen sowie arbeitsintensiven Umrüstungsmaßnahmen betrugen etwa 4.000 Euro und wurden vollständig vom Förderverein des Hochwaldmuseum übernommen.
Hand in Hand
Ernst Blasius, Leiter des Feuerwehrmuseums, ist davon überzeugt, dass man in Zukunft gut miteinander auskommen werde. Es liege, so Blasius, auch im Interesse des Fördervereins Feuerwehrmuseum, dass das Heimatmuseum gut laufe. „Wir müssen die unbedingt die Synergieeffekte nutzen“, betont Willi Auler, 1. Beigeordneter der Stadt. Das Interesse an der Ausstellung, so Renate Meyer, sei durchaus vorhanden. Kürzlich haben sich über einen Partner an Mosel erst vier Gruppen zu je vierzig Personen zu Führungen angemeldet. Auch Schulen der Umgebung seien mit vereinzelten Klassen wieder gehäuft zu Besuch gewesen.
Fenster in die Vergangenheit
Die inhaltliche Konzeption des Hochwaldmuseums erstellte seinerzeit der Kulturgeschichtliche Verein Hochwald unter Federführung des Vorsitzenden Kurt Bach in enger Zusammenarbeit mit der Firma Museumsdesign Dickhöver, die auch die Realisierung übernahm.
Die Idee des Museums ist im weitesten Sinne, die bäuerliche Lebens- und Arbeitsweise des Hochwälders darzustellen. Die Ausstellung öffnet auf exemplarische Weise so gesehen ein Fenster in die Geschichte des Hochwaldes.
Ausblick
Mit der Umrüstung ist es allerdings noch nicht getan. Weitere Ideen warten auf ihre Umsetzung. Vor allem im Marketing-Bereich muss noch das ein oder andere umgesetzt werden. Außerdem soll die Stelle des Brauchtumspflegers, für die nach wie vor noch Mittel im städtischen Haushalt eingestellt sind, zeitnah besetzt werden, so Auler. Ohne Museumsleitung kann das Museum nicht zukunftsfähig bleiben.
Preise und Öffnungszeiten
Erwachsene 3 Euro; Schüler und Studenten 1,50 Euro; Familien mit Kindern bis 14 Jahre 7 Euro; bei Gruppen ab 15 Personen reduziert sich der jeweilige Preis um 50 Cent. Führungen durch das Museum kann man für 25 Euro im Vorfeld buchen. Das Museum ist zu den gleichen Zeiten wie das Feuerwehrmuseum geöffnet: Dienstag bis Freitag 10-12 und 14-17 Uhr, Samstag und Sonntag durchgehend von 10-17 Uhr. (LeWe)




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