Zeitung suchen


Sie sind hier: LINUS WITTICH Medien KG > Produkte > Online-Lesen > Rund um Hermeskeil
Titelkopf

Rund um Hermeskeil


Hermeskeil

Ein Pastor bringt den Saal zum Brodeln

Pastor Kai Quirin als Popstar auf der Bühne

Ein Pastor bringt den Saal zum Brodeln
Ausverkaufte Kappensitzung in Reinsfeld
Einen bunten Mix aus Büttenreden, Sketchen, Musik und Showtänzen präsentierte der Reinsfelder Karnevalsverein den 360 Besuchern am vergangenen Samstag in der Kulturhalle. Insgesamt waren etwa 100 karnevalistische Akteure an dieser Veranstaltung beteiligt. Die Kappensitzung stand unter dem Motto: „Carnevale di Venezia“.
Pünktlich um 20.11 Uhr stimmte der Sitzungspräsident Andreas Weist die närrischen Gäste mit seinem Prolog auf das sehr abwechslungsreiche Programm ein. Die Besucher mussten ihr Kommen nicht bereuen, denn was die etwa 100 Akteure auf der Bühne boten war gespickt mit Witz, Klamauk und karnevalistischem Frohsinn. Präsident „Wüsti“, der die Sitzung in sehr souveräner Manier moderierte, bedauerte es zwar, dass man den Saal gemäß dem Motto „Carnevale di Venezia“ nicht unter Lagunenwasser setzen konnte, musste aber eingestehen, dass ein trockener Sitzplatz für das närrische Volk und den Elferrat auch von großem Vorteil wäre.
Für den ersten Schwung auf der Bühne sorgte der Gardetanz der Kindergarde, die im Laufe des Abends noch einmal zu den Klängen von ACDC (Highway to hell) auftraten. Nach dem Einmarsch aller närrischen Protagonisten, wartete der Vorsitzende des KV Reinsfeld, Gerrit Herrloch, mit dem Programmpunkt „Mannequin-Challenge“ bei dem alle Besucher im Saal beim Nennen eines Stichwortes in ihrer Bewegung für drei Minuten verharren mussten. Das klappte ganz gut, diese Ruhe hätte man sich allerdings danach beim Vortragen einiger Büttenreden manchmal auch gewünscht.
Das Reinsfelder Prinzenpaar Jessica I. und André I., aus dem Hause Meter, gab dann seine Regierungserklärung für die kommende Session ab. Dabei gestand der passionierte Feuerwehrmann André I. dass es ihm nach der erfolgten Zusage als Prinz zu fungieren, schon etwas flau im Magen wurde.
Beim anschließenden Tanz der Prinzengarde konnten sich die Besucher von den akkurat synchronen Bewegungen der Tänzerinnen, in harmonischem Einklang zur Musik überzeugen. Im Laufe des Abends wurden die Zuschauer von der Jugendgarde zusammen mit der Prinzengarde mit ihren Choreographien und wechselnden Kostümen zu Begeisterungsstürmen hingerissen.
Die undankbare Aufgabe als Eisbrecher in die Bütt zu gehen übernahm dann Christian Birringer. Er trat als Holzwurm im Schreibtisch des Ortsbürgermeisters auf und konnte etwas aus dem Nähkästchen plaudern. Es gäbe im Reinsfelder Machtzentrum schon einige Analogien zum Weißen Haus in Washington konstatierte der Holzwurm, denn für Spies gelte auch der Trumpsche Grundsatz „Reinsfeld first“.
Dazwischen wurden die Gastvereine aus Kell, Grimburg, Hermeskeil und Beuren begrüßt, die jeweils mit ihren Prinzenpaaren und Gefolge angereist waren. In weiteren Büttenreden tauschten sich die Angelbrüder Michel und Schorsch (Gitta Fries-Dietz und Michelle Dietz-Lichter) über Alltagsgeschichten aus und Michaela Lieser berichtete in Reimform über ihre Erfahrungen mit dem Smartphone.
Dann kam die Büttenrede von Kai Quirin. Der Reinsfelder Pastor bewies mit seinem fulminanten Auftritt, dass er nicht nur auf der Kanzel mit Rhetorik überzeugen kann, sondern dass er auch in der Bütt in freier Rede mit sehr viel Talent ausgestattet ist. Er verstand es, seine Witze - auch über sich selbst - sehr pointiert und mit einer unnachahmlichen Mimik vorzutragen, die wahre Lachtränen beim Publikum verursachten. So war es nicht verwunderlich dass die Narrenschar im Saale eine zweimalige Zugabe forderte, bei der Quirin auch seine gesanglichen Fähigkeiten mit dem Stimmungslied „Allein in Amsterdam“ und dem Andreas Gabalier-Song „Hulapalu“ unter Beweis stellte. Das Publikum jedenfalls stand auf den Stühlen und die Stimmung hatte ihren Höhepunkt erreicht. Wer jetzt befürchtete, dass die nachfolgenden Akteure nach diesem grandiosen Auftritt einen schweren Stand haben würden, sah sich getäuscht, denn das Männerballett mit seinen tänzerischen Fähigkeiten und einer tollen Choreographie brachte zu den Klängen von „The Wall“ von Pink Floyd und weiteren Popsongs den Saal zum Toben. Zwischen den einzelnen Auftritten verstand es die Begleitband „Leitsgeheier“ mit ihrer phantastischen Lifemusik die Stimmung hochzuhalten. (Kö)





Diese Zeitung stammt von unserem Verlagsstandort:

info(at)wittich-foehren.de

Zum Kontaktformular >
Mehr Informationen zum Verlag >