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Hermeskeil

Einmal über den Tellerrand geschaut

Sänger aus allen Teilen der Pfarrei auf einer Bühne - der Projektchor der Pfarreiengemeinschaft beim Neujahrskonzert in der Pfarrkirche St. Martinus

Projektchor der Pfarreiengemeinschaft gestaltet Neujahrskonzert

Ein Konzert der besonderen Art war eben jenes am ersten Tag diesen Jahres. Der Förderverein Kirchenmusik in St. Martinus lud zum Neujahrskonzert ein. 200 Zuhörer sind der Einladung gefolgt und konnten sich von der gemeinschaftlichen Zusammenarbeit von Kirchenmusikern, Chören und Sängern der gesamten Pfarrei St. Franziskus überzeugen.

Insgesamt 60 Goldkehlchen haben sich zusammengefunden, als der neue Pfarrgemeinderat nach seiner Gründung Anfang 2016 den Wunsch nach einem musikalischen Gemeinschaftsprojekt äußerte.

In den vergangenen 10 Wochen haben die Sänger emsig geprobt und gemeinsam die "Christnacht", Opus 85 von Joseph Haas (1879-1960), einstudiert. Nicht einer kannte das Werk, was die Arbeit für den Leiter des Projekts, Rafael Klar, besonders spannend machte.

Das abendfüllende Werk aus dem Jahr 1932 führt von Mariä Verkündigung zum Dreikönigstag. Es ist kompakt aus einem Guss komponiert, sparsam und gekonnt besetzt, feinsinnig instrumentalisiert.

Alpenländische Weisen

Joseph Haas verstand seine Liedauswahl als "Süddeutsches Krippenspiel". Er wollte ein abendfüllendes weihnachtliches Gesamtwerk schaffen, das volkstümlich war aber dennoch mit künstlerischen Elementen aufwartet und gleichsam ein musikalisches Bilderbuch mit den anheimelnd vertrauten Figuren der bayrischen Krippen darstellt. Volkstümlich, dem Zeitgeist der 30er-Jahre verbunden, stellt er traditionelle Weihnachtslieder des Alpenraums in den Mittelpunkt. Deren einfache Dur-Moll-Harmonik lässt er in den Liedsätzen weitgehend unberührt, in den Instrumentalstücken blickt er ganz vorsichtig darüber hinaus. Bezaubernde Stimmungen vermitteln besonders das impressionistische "Intermezzo misterioso" und der beschwingt voran stapfende Bauerntanz.

Der ein oder andere Zuhörer erkannte das ein oder andere Werk der bayerischen und Tiroler Weihnachtslieder, beispielsweise "Es blühen die Maien", "Es wird scho glei dumpa" oder "Still, o Himmel". Die Melodien bleiben in Haas´ unangetastet. Lediglich die Begleitung und Harmonisierung stammt von Joseph Haas - abgesehen von den rein instrumentalen Stücken.


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