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Tierseuchenbekämpfung / Tiergesundheit

Tierseuchenbekämpfung / Tiergesundheit
Die Bekämpfung von bedeutsamen Krankheiten bei Tieren (Tierseuchenbekämpfung) ist eine der wichtigsten Aufgaben des Veterinäramtes. Insbesondere Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können (z.B. Tollwut) sowie hochansteckende und wirtschaftlich sehr bedeutsame Tierseuchen (z.B. Maul- und Klauenseuche oder Schweinepest) gilt es rechtzeitig zu erkennen und zu bekämpfen.
Anzeige und Registrierung von Tierhaltungen
Als vorbeugende Maßnahmen gegen die Verbreitung von Tierseuchen schreiben verschiedene Verordnungen die Registrierungs- oder Genehmigungspflicht für Tierarten vor:
Nutztier- und Hobbyhaltung (Rechtsgrundlagen §§ 26, 45 der Viehverkehrsverordnung)
Folgende Tierhaltungen sind dem Veterinäramt anzuzeigen:
Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Einhufer, Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln, Laufvögel, Gehegewild, Kameliden, sonstige Klauentiere.
Die Anzeige muss folgende Angaben enthalten: Name und Anschrift des Halters, Anzahl der im Jahresdurchschnitt voraussichtlich gehaltenen Tiere, Nutzungsart und Standort, bezogen auf die jeweilige Tierart. Bei Geflügel muss zusätzlich noch die Haltungsform (Stall- oder Freilandhaltung) angegeben werden.
Ergeben sich nach der Anzeige wesentliche Änderungen (z. B. Aufgabe der Tierhaltung, Verlegung des Standortes, Aufnahme neuer Tierhaltungen, wesentliche Änderungen in der Anzahl der gehaltenen Tiere) sind diese unverzüglich beim Veterinäramt anzuzeigen.
Bienenhaltung (Rechtsgrundlage § 1 a der Bienenseuchen-Verordnung)
Wer Bienen halten will, hat dies spätestens bei Beginn der Tätigkeit dem zuständigen Veterinäramt anzuzeigen. Die Anzeige muss Angaben zu der Anzahl der Bienenvölker und deren Standorte enthalten. Wesentliche Änderungen wie die Aufgabe der Bienenhaltung, die Verlegung des Standortes oder die Erhöhung bzw. Verringerung der Anzahl der Bienenvölker sind dem Veterinäramt unverzüglich mitzuteilen.
Fischhaltung (Rechtsgrundlage § 6 der Fischseuchenverordnung)
Betriebe, Vereine oder Personen, die Fische züchten, halten, hältern oder verarbeiten (sog. Aquakulturbetriebe), müssen diese Tätigkeiten dem zuständigen Veterinäramt zur Registrierung anzeigen. Die Anzeige muss folgende Angaben enthalten: Name und Anschrift des Fischhalters, Lage und Größe der Anlage, Teichzahl, Wasserversorgung, Zuflussmenge, die gehaltenen Fischarten und ihre Verwendung.
Dieser Anzeigepflicht unterliegen auch private Fischhaltungen aus Liebhaberei oder zur Eigenversorgung sowie Angelteiche.
Je nach Art der Tätigkeit kann auch eine Genehmigung nach § 4 der Fischseuchenverordnung erforderlich sein, z. B. bei der Aufzucht von Satzfischen zum Verkauf.
Im Anschluss an die Anzeige einer Tierhaltung teilt das Veterinäramt dem Tierhalter eine Registriernummer zu.
Zu beachten ist, dass die Haltung einzelner Tierarten auch bei der Tierseuchenkasse Rheinland-Pfalz anzuzeigen ist.
Nähere Auskünfte zur Anzeige von Tierhaltungen erteilt das Veterinäramt der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, Tel. 0651 715 587 oder 0651 715 574.


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