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Bitburg

„LWE Landwerke Eifel AöR“ mit Beteiligung der VG Bitburger Land gegründet

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken und der LWE-Verwaltungsratsvorsitzende Landrat Dr. Joachim Streit mit den kommunalen Partnern am Firmensitz in Prüm (Foto: swt)

„LWE Landwerke Eifel AöR“ mit Beteiligung der VG Bitburger Land gegründet


„Die Gründung der LWE Landwerke Eifel AöR ist der nächste Meilenstein in dem zukunftsweisenden Projekt ‚Regionales Verbundprojekt Westeifel‘. Unter dem Dach der neuen Gesellschaft werden die beteiligten kommunalen Partner zusammenarbeiten, um langfristig eine leistungsfähige und qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung und eine hochmoderne Versorgungsinfrastruktur für die Region sicherzustellen. Durch die Vernetzung der Infrastruktur, die erstmals Wasser, Erdgas, Biogas und Breitband bündelt, und das intelligente Zusammenspiel der unterschiedlichen Bereiche soll außerdem ein regionaler Energieabgleich erreicht werden. Das bringt regionale Wertschöpfung und neue Perspektiven für eine ländlich geprägte Region“, erklärte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken bei der Gründungsfeier der Landwerke Eifel. Das Umweltministerium hat dem Projekt über einen Zeitraum von acht Jahren eine Unterstützung von rund 26 Millionen Euro (60 Prozent der förderfähigen Baukosten) zum Aufbau der Trinkwasserinfrastruktur zugesagt.

Die Träger der LWE AöR sind die Kommunale Netze Eifel AöR, der Eifelkreis Bitburg-Prüm – Wasserversorgung Eifelkreis Bitburg Prüm, der Zweckverband Wasserwerk Trier-Land, der Zweckverband Wasserwerk Kylltal, die Verbandsgemeinde Bitburger-Land, die Stadtwerk Bitburg – Eigenbetrieb Stadtwerke Bitburg, die Südeifelwerke Irrel AöR und die Verbandsgemeinde Speicher. Sitz der Gesellschaft ist die KNE-Liegenschaft in Prüm. Die Verbandsgemeinde Bitburger Land ist aus der Einbringung von drei Hochbehältern mit einem Anteil von knapp 9 % beteiligt.
Zweck der neuen Gesellschaft ist der Bau und der Betrieb einer Trinkwassertransportleitung zwischen den oben genannten Partnern bis zu fest definierten Einspeisepunkten. Die Trinkwasserversorgung der Bürgerinnen und Bürger bleibt weiterhin die Aufgabe der einzelnen Träger. „Neben den Aspekten der Trinkwasserversorgung sieht die Satzung der LWE AöR auch weitere Betätigungsfelder wie beispielsweise die Planung und Realisierung von Wärmeprojekten oder den Bau und Betrieb von regionalen Stromerzeugungsanlagen mit dem Schwerpunkt erneuerbare Energien, aber auch Aufgaben der Abwasserreinigung und die Weiterentwicklung der Glasfaserinfrastruktur unter klar definierten Maßgaben vor. So haben wir die Möglichkeit, Synergien zu schaffen, Know-how zu bündeln und den demografischen Wandel in der Region zu meistern“, erklärte Landrat Dr. Joachim Streit, der die Arbeit der neuen Gesellschaft als Vorsitzender des LWE-Verwaltungsrats begleiten wird. Als Vorstand der neuen Gesellschaft wurden Arndt Müller (Sprecher) und Monika Hau im Rahmen der konstituierenden Sitzung gewählt.

Joachim Gerke, Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD) konnte stellvertretend für seinen Präsidenten Dr. Ulrich Kleemann zur Gründungsfeier der LWE ankündigen, dass die Plangenehmigung für den ersten Bauabschnitt der Nord-Süd-Trasse Ende August erteilt wird. „Nach einer umfangreichen Überprüfung erfüllt dieses komplexe Projekt die erforderlichen wasserrechtlichen, naturschutzrechtlichen und immissionsschutzrechtlichen Anforderungen. Aus diesem Grund werden wir die Plangenehmigung für diesen Leitungsabschnitt erteilen“, so Gerke. „Großes Lob an das Team der KNE und an die Planer. Dank der engen Abstimmung konnten wir perfekte Unterlagen in das Genehmigungsverfahren geben. Das macht uns nun die Arbeit leichter“, so Gerke weiter.

„Das freut und motiviert uns sehr, denn damit sind alle Voraussetzungen geschaffen, dass wir die Arbeiten für die Nord-Süd-Trasse ausschreiben und die Aufträge vergeben und der Spatenstich im November erfolgen kann“, erläuterte LWE-Vorstandssprecher Arndt Müller und übergab gleich das nächste Genehmigungsverfahren an Gerke und sein Team: Nach den positiven Ergebnissen der vereinfachten raumordnerischen Prüfung der Ost-West-Trasse haben die Projektverantwortlichen auch die Plangenehmigungsunterlagen für diesen Trassenabschnitt fertiggestellt, die nun seitens der SGD überprüft und genehmigt werden müssen.


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