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Bendorf

Menschliches Vorbild und herausragender Unternehmer

Gedanken zum Tod von Theo Normann - Ein Mann, der vielen in guter Erinnerung bleiben wird

Bendorf. Am 8. Dezember ist der Bendorfer Unternehmer Theo Normann verstorben. Zahllose Menschen begleiteten ihn am vergangenen Samstag in einem Trauergottesdienst in St. Medard auf seinem letzten Weg. Theo Normann, der am 9. April 1940 geboren wurde, hinterlässt seine Ehefrau Hiltgund Normann, drei Kinder und sechs Enkelkinder. Mit den Hinterbliebenen trauern in Bendorf viele aber nicht nur um einen erfolgreichen Unternehmer, sondern vor allem um einen Menschen, der sich durch sein liebenswertes Wesen, durch seine Offenheit, Gradlinigkeit und sein hohes soziales Engagement großen Respekt und Zuneigung erworben hat.

Nach dem Besuch der Grundschule in Bendorf besuchte Theo Normann ein Internat in Hadamar und danach das Johannes-Gymnasium in Lahnstein. Bei der Firma Haniel (Koblenz) absolvierte er anschließend eine Ausbildung zum Speditionskaufmann. Danach trat er als Lastwagenfahrer in die von seinem Vater Mathias Normann im Jahre 1939 gegründete Spedition Mathias Normann in der Unteren Vallendarer Straße (damals noch Langemarck-Straße) ein. 1970 übernahm er als Nachfolger das Unternehmen seines Vaters.

Bei der Primiz des Bendorfer Paters Hilarius in Trier hatte Theo Normann seine spätere Ehefrau Hiltgund kennengelernt, die er im Jahre 1964 in der Bendorfer Medarduskirche heiratete. Die Trauung vollzog sein Onkel, Pastor Alois Normann. Aus der Ehe gingen die Kinder Ulrike, Annette und Andreas hervor. Im April 2000 stieg sein Sohn Andreas Normann in das Unternehmen ein. In den Jahren 2003/2004 erfolgte der Umzug der Spedition in die Hauptstraße; zur gleichen Zeit wurde die dort beheimatete Feuerfestfabrik Lüngen übernommen. Der weitere Ausbau der Normann-Gruppe Spedition/Logistik & Distribution Gmbh Co.KG erfolgte 2005 durch den Kauf des weitläufigen ehemaligen Coca-Cola-Geländes. Heute zählt Normann zu den mittelständischen Vorzeigeunternehmen der Stadt Bendorf. Und Theo Normann war mit seinem Sohn Andreas bis zu seinem Tod Gesellschafter und Geschäftsführer der Firma.

Doch nicht nur als Unternehmer hat sich Theo Normann großen Respekt und reiche Anerkennung erworben, sondern vor allem wird er als eine herausragende Persönlichkeit den Menschen in Erinnerung bleiben. Der Verstorbene war nie ein Mann der vielen Worte, er ließ lieber Taten sprechen. Nie ließ er sich lange bitten, wenn es darum ging, anderen zu helfen. Besonders eng verbunden war er mit seiner heimischen Kirchengemeinde. Mit seinem ausgeprägten sozialen Engagement war er immer schnell zur Stelle, wenn beim Orgelförderverein und Förderkreis St. Medard während der kirchlichen Restaurierungsarbeiten Lasten zu transportieren waren.

Theo Normann sang gerne viele Jahre im Kirchenchor, war aktives Mitglied im DJK-Sportverband und in der Kolpingsfamilie, für die er lange Jahre als St. Nikolaus die Kinder besuchte. Nicht zuletzt hatte er sich der Imkerei verschrieben. In der Bendorfer Narrenzunft zeigte Theo Normann mit eigenen Vorträgen seine humoristischen Talente ebenso wie im Festausschuss Bendorfer Karneval. Und nicht zuletzt war er Mitglied in der CB-Runde - Amateurfunker „Theo 1“. Über allem aber stand doch seine Liebe für die Familie, die ihm Kraft gab für seine vielen Aktivitäten. Und als Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit widmete er sich gerne seiner Schreinerei, dem Garten und der selbstgebauten Eisenbahn.

Auch nach seinem Tod wird es viele Momente geben, sich an Theo Normann zu erinnern. Erinnerungen an einen Menschen, der trotz seiner vielfältigen Verdienste immer bescheiden blieb und jedem Aufheben um die eigene Person aus dem Weg ging. So erfreute er sich auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als geachteter Seniorchef großer Beliebtheit, dessen Rat immer geschätzt wurde. Als Prüfer und Ausbilder in der IHK Koblenz hat er zahlreichen jungen Leuten für ihren Start in den Beruf wertvolle Hilfestellungen gegeben.

Theo Normann war ein Mann mit einem großen Herz und offenen Ohren für seine Mitmenschen und insbesondere für die, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen waren.

Peter Lindemann

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