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Bad Königer Stadtnachrichten und Badeblatt


Bad König

Kurseelsorge

Biblische Begegnungen

Im Wonnemonat Mai mit seiner Blütenpracht und dem frischen Grün in Feld und Wald richtet sich unser Blick auf die Schöpfung. Zur Volksfrömmigkeit in der katholischen Kirche gehört eine Vielfalt spezieller Andachten und im Mai sind sie von der besonderen Verehrung Marias als der Mutter Jesu geprägt. Das lässt mich über die Bedeutung von Frauen in der Bibel nachdenken.

Wir finden in der Bibel viele Berichte über die Begegnung von Jesus mit Frauen. Da ist neben seiner Mutter Maria natürlich Maria Magdalena, von der wir im Lukasevangelium, Kapitel 8, lesen, dass sie zum Gefolge Jesu gehörte, nachdem „sieben Dämonen“ aus ihr ausgefahren waren. In der Botschaft Jesu findet sie neuen Lebensmut und wird zur Apostelin der Auferstehung. Aus ihrer Erfahrung am Ostermorgen „Ich habe den Herrn gesehen“ gehört sie zu den ersten Auferstehungszeugen und legt den Grund für die dynamische Entwicklung der kleinen Gemeinde hin zur neuen religiösen Gemeinschaft.

Eine ganz andere Begegnung ist bei Matthäus im 27. Kapitel beschrieben. Es ist der Traum der Frau des Pilatus, ihr Name bleibt unbekannt. Doch sie beschäftigt sich so sehr mit dem Mann aus Nazareth, dass er in ihre Traumwelt Eingang findet. Manche Alpträume vergisst man sein Leben lang nicht. Von ihr ist nur der Rat an ihren Mann Pilatus erhalten “Lass die Hände von diesem Mann, er ist unschuldig“. Sie ist nicht nur beeindruckt, sie ist überzeugt: Dieser jüdische Wanderprediger handelt und lebt eindeutig. Er räumt den römischen Götterhimmel mit all seinen Opferdiensten auf und öffnet den Himmel für den einen Gott, der den Menschen in Liebe zugewandt ist.

Für die vielen Begegnungen mit Frauen, die Jesus heilt, steht die Begegnung mit der Witwe von Nain. Im Lukasevangelium, Kapitel 7, lesen wir wie Jesus sich dem Leichenzug in den Weg stellt, den Toten sogar berührt und ihn dann seiner Mutter neu zur Seite stellt, damit diese nicht als mittellose Witwe aller nötigen Lebensgrundlage beraubt wird. Er befreit sie damit aus dem wirtschaftlichen und sozialen Untergang.

Schon diese drei Betrachtungen zeigen die außerordentliche Bedeutung, die Jesus den Frauen in seiner neuen Gemeinde gibt. Er gibt die Richtung vor, von der „Männerreligion“ zur geschwisterlichen Gemeinschaft der pilgernden Kirche. Auf diesem Weg gibt es noch einiges zu tun.

Kath. Kirche Bad König, Jan. Mäurer


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