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Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Ebern


Ebern

Was war los in der Stadt Ebern im Jahr 2016?

Was war los in der Stadt Ebern im Jahr 2016?
Auszüge aus dem Bericht von Stadtrat Werner Riegel, Referent für das Fachgebiet "Wald und Jagd" (Stand: 22.12.2016)
"Im Jahre 2016 fand der Waldgang in Reutersbrunn statt. Heuer war der Besuch im Vergleich zum Vorjahr nicht zufriedenstellend. Viele Jagdversammlungen haben stattgefunden. Hier sieht man noch, dass die Grundholden für ihren ländlichen Raum einstehen und ihn hegen und pflegen. Vieles läge im Argen, wenn nicht naturliebende Vorstände im Amt wären.
Auch ein Lob an die Jagdherren, die auch auf Anregungen und Wünsche der Jagdgenossenschaften eingehen. Im Jahre 2016 blieben wir von Stürmen und Käferbefall verschont, hier möchte ich allen Waldbesitzern und den Förstern vor Ort danken für die gute Überwachung der Nadelwälder und das sofortige Entfernen von befallenen Beständen und einzelnen Bäumen. Auch 2016 war ein Sauenjahr.
Zum Bericht unseres Försters Wolfgang Gnannt möchte ich Folgendes sagen: Wir müssen so weiterarbeiten mit nachhaltiger Bewirtschaftung, dann haben auch noch unsere nachfolgenden Generationen einen gesunden, gepflegten und artenreichen Wald. Man hört es Landein Landaus: Eberns Wald ist in einem Topzustand. Hier ein Dank an den Forst – und den gesamten Stadtrat für ein immer offenes Ohr für den Stadtwald.
Aber man muss auf der Hut sein vor unseren Oberen in München: Läuft etwas gut in unserem Staat, dann kommt wieder ein Minister mit schlauen Leuten und möchte etwas ändern. Da frage ich mich schon, was das soll. Erst macht man eine Forstreform, dann will man sie wieder ändern, weil sie funktioniert. Viele Kommunen wehren sich dagegen, aber die Schlauen sitzen in München und haben die Macht.
Gott sei Dank hat man eine kurzfristige Lösung bis 2024 gefunden. Auch wenn man dann die Förster teils abgebaut hat, die Ministerien aufgestockt sind, und so für den Wald fast keine Fachleute mehr vor Ort hat. Hier müssen wir gemeinsam und geschlossen dagegen arbeiten. Hier ein Dank an unseren 1. Bürgermeister J. Hennemann, allen Bürgermeistern und an unsere Abgeordneten im Bayerischen Landtag für die Unterstützung.
Zum Schluss möchte ich noch auf das Bundeswehrgelände und unseren Wald rund ums Käppele kommen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man den Wald und das Gelände nutzen kann und möchte. Nur gemeinsam findet man gute Lösungen. Manch einer denkt, was wollen die anderen, aber das ganze Gelände gehört der Stadt Ebern und ihren Bürgern als Erholungsraum. Die Stadt Ebern hat einen Bürgermeister, Stadtrat, Liegenschaftsverwalter und einen Förster.
Ich fand es gut, dass die alten Streuobstbestände gepflegt wurden und auch einige Ecken frei geschnitten wurden, aber man nicht einmal darüber informiert wurde. Flächen, die man aufforsten wollte oder konnte, wurden nicht genehmigt. Es muss auch Schluss sein mit der allgemeinen Beweidung, es sind Flächen zur Beweidung freigegeben und man muss auch an die Landwirte denken, die Wiesen für ihre Milchkühe brauchen (Heu, Gras, Silage).
Ich hatte ja schon den Antrag gestellt, einen Ruheforst anzulegen.
Aber was tut sich?
Am Barbaratag besuchte ich mit meiner Frau die Andacht am Käppele. Es war eine bewegte Andacht, wenn man da steht und welchen Blick man genießt, von oben nach Ebern zu schauen, welch ein imposanter Anblick. Auch hier wurde ich nach der Andacht von etlichen Bürgern wieder nach dem Stand des Ruheforstes gefragt.
Es gibt viele Ideen für das Bundeswehrareal:
Ruheforst am Käppele, Führungen im Jahreszyklus durch Förster Gnannt (Artenvielfalt, Biotopbäume usw.), Käppele, Mountainbike-Strecke im offenen Gelände, Wanderstrecken auszeichnen usw.
Aber nur gemeinsam und nicht einseitig kann man etwas erreichen."


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