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Knotenrundschau


Mengerskirchen

25 Jahre „Eine Welt für Alle e.V.“, Mengerskirchen

25 Jahre „Eine Welt für Alle e.V.“, Mengerskirchen
Der Vorsitzende des Vereins, Herbert Schuld, bedankte sich in seiner Laudatio bei den Mitgliedern und allen, die den Verein in den 25 Jahren des Bestehens unterstützt, für die Anliegen des Vereins gespendet und sich in irgendeiner Weise engagiert haben.
Rund 250.000 € habe man in den 25 Jahren zusammengekratzt. Dafür hätten die Mitglieder viel gearbeitet, aber auch viel Spaß zusammen gehabt und gute Gemeinschaft gepflegt.
„Wir machen gute Unterhaltung für den guten Zweck“, sei ein Motto des Vereins und er verwies dabei auf die Ausstellung der Plakate von Veranstaltungen aus den 25 Jahren. „Mit über 100 Veranstaltungen haben wir auch einen beachtlichen Beitrag zum kulturellen Leben in der Gemeinde geleistet.“ Nach 25 Jahren sei es aber auch an der Zeit Bilanz zu ziehen und die falle, gemessen an den Zielen aus der Gründungserklärung in 1992, ernüchternd aus.
„Was sind 250.000 Euro gegen die Ströme von Kapital, Waffen, Gier und Hass, die die breite Autobahn ins Verderben asphaltieren?“ Und: „Ist nicht alles was wir, zusammen mit vielen anderen natürlich, verhindern wollten, schon eingetreten?“, fragte er.
Die Bevölkerungsexplosion sei weitergegangen. Vom 5,5 Mrd. Menschen bei Gründung 1992, heute sind wir bei 7,6 Mrd.! Wobei die Zahlen erst richtig dramatisch wirkten, wenn man sich vor Augen halte, dass noch vor 150 Jahren nur ca. eine Mrd. Menschen auf der Welt lebte. Riesige Ströme Armutsflüchtiger und Kriegsflüchtlinge seien auf dem Weg.
„Aber da gibt es unsere Kinder und Enkel und deren Nachkommen“, rief Schuld aus und erinnerte im Lutherjahr an das berühmte Wort: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht… würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ , und an Papst Franziskus, der in seiner wunderbaren Enzyklika „Laudato Si“ schreibt:
„Die vielen kleinen Aktivitäten der Nichtregierungs-Organisationen haben mehr bewegt, als alle Hunger,- Klima und sonstigen Gipfeltreffen zusammen“.
„Wir können Dinge ändern“, führte er aus, „wenn wir wollen und wenn wir die dafür notwendigen Veränderungen und Einschränkungen akzeptieren, die z.B. auch der Ausstieg aus dem Karbon-Zeitalter zweifellos mit sich bringen wird“.
Dazu brauche es politischen Willen und der erwachse eben auch aus kleinen Aktivitäten, persönlichem Engagement und Beispiel im Umfeld, in der Nachbarschaft, in der Gemeinde. „Wenn du die Welt ändern willst, fang bei dir zu Hause an“, sei ein chinesisches Sprichwort!
Die Gründergeneration könne, im übertragenen Sinne, das Apfelbäumchen allerdings nicht mehr lange wässern. Deshalb wolle er seine Rede mit dem einzigen Wunsch beschließen, den der Verein zu seinem Geburtstagsfest habe:
Möge es gelingen die Sorgen der jungen Menschen, die sich durchaus der prekären Lage der Menschheit am Jahrtausendwechsel bewusst seien, nicht in lähmende Angst oder verdrängenden Narzissmus münden zu lassen, sondern in Empathie, Zivilcourage und Engagement, um im Verein Eine Welt für Alle, im Gemeindeparlament oder wo auch immer, für die eigene Zukunft zu streiten.
Die „wunschlos Glücklichen“ freuten sich natürlich trotzdem über die lange Reihe der Gratulanten, die angefangen von Bürgermeister Thomas Scholz, über den Landtagsabgeordneten Tobias Eckert, Ortsvorsteherin Juliana Loch bis zum MGV „Freude“ Mengerskirchen auch immer einen Briefumschlag hervorzauberten, dessen Inhalt den Anliegen des Vereins guttun wird, übertroffen noch von der Spendenübergabe des Kirchenchores „St. Michael“. Im Anschluss an den ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche konnten die Vorsitzende Annegret Reiferth und der Kassenwart Werner Wagner einen Scheck über 525 Euro überreichen, dies war Erlös des Benefizkonzertes zugunsten von „Eine Welt für Alle“ im Januar dieses Jahres.

Siegfried Fietz begeisterte beim ökumenischen Gottesdient und dem anschließenden Konzert mit dem Chor Intermezzo die Zuhörer beim Jubiläum von „Eine Welt für Alle“.
Der Kirchenchor St. Michael Mengerskirchen spendete 525 Euro zum Jubiläum von „Eine Welt“.
Die Erbsensuppe beim Fastenessen von „Eine Welt für Alle“ fand reißenden Absatz.
Auch den Gästen aus Winkels mundete die schmackhafte Erbsensuppe.
MGV „Freude“ Vorsitzender Karl Loch und Paul Gotthardt überreichten Herbert Schuld zum Jubiläum von „Eine Welt für Alle“ den Inhalt des Sparschweins vom Übungssingen.


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