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Asslar

Angeljugend lebt Gemeinschaft

Am Samstag hatten die Vereinsjugend und die Gäste eine Menge Spaß.

Angeljugend lebt Gemeinschaft
Das Wochenende stand beim Angelsportverein Aßlar ganz im Zeichen der Jugendarbeit. Zeltwochenende an der Teichanlage war für die Jugendgruppe um Markus Küster angesagt, in dessen Rahmen am Samstag auch der Jugendwerbetag durchgeführt wurde. Acht Jungangler und sechs Kinder, die sich das Ganze einmal anschauen wollten, kamen zusammen und fühlten sich in der Gemeinschaft rundum wohl. Nachtwanderung, Lagerfeuer, angeln rund um die Uhr - langweilig wurde keinem und es wurde auch der ein oder andere dicke Fisch an Land gezogen. So wie der Wels, den Phillip Klein am Samstagmorgen um fünf Uhr an der Angel hatte. Stolze 1,17 Meter hatte das Weibchen, das gleich wieder im Wasser landete. "Das Tier hatte Bisswunden an der Seite, ein Zeichen für die Brunft, und der dicke Bauch zeigte, dass sie bald ablaicht", so Küster, der den Kindern und Jugendlichen eine Menge an Fachwissen vermittelt. Manches muss man aber auch selbst erfahren, wie Phillip, der sich eine kleine Verletzung zuzog, als er seinen Wels mit dem so genannten "Wallergriff" hielt. "Der hatte ganz schön spitze Zähne." Manchmal erlebt man auch Überraschungen wie am "Vatertag" als die muntere Angeltruppe das Wochenende an der Dill verbrachte und ebenfalls Phillip Klein eine Meerforelle an der Angelschnur zappelte. "Das kommt wirklich sehr selten vor und auch nur dann, wenn so ein Fisch einfach zu weit in die Flüsse zurück wandert", erläutert Küster. So hatte man zunächst auch schon an einen Lachs gedacht, der beim Projekt "Lachs 2000" in den Fluss gesetzt wurde. "Der eine oder andere von denen ist auch schon in Gewässern weiter unten gesehen worden", weiß Küster, der sich mit Kollegen besprach und alle bestätigten: "Das ist eine Meerforelle!" Laut Wikipedia zählt die Meerforelle (Salmo trutta trutta) zu den Lachsfischen (Salmonidae) und gilt als die Stammform der Art Forelle (Salmo trutta). Weitere Namen sind: Ostseelachs (verkaufsfördernder Phantasiename), Strandlachs, Weißforelle, Trump, Silberlachs, Schwarzlachs, Möllitz, Breden, Sülberlaß. Früher wurde aufgrund ihrer Lebensweise für die Meerforelle auch der Begriff Lachsforelle verwendet. Heute bezieht sich dieser Begriff jedoch auf eine große Zuchtform der Regenbogenforelle. Als Grönländer bezeichnet man Meerforellen, die zum ersten Mal zum Laichen aufsteigen, als Smolt Jungtiere, die auf der ersten Reise ins Meer sind, und als Parr die Jugendform mit der senkrechten Streifenzeichnung. Die Durchschnittsgröße liegt bei 60 cm, Längen bis 130 cm und Gewichte bis zu 20 kg sind unter günstigen Lebensbedingungen möglich. Markantes Merkmal ist der lang gestreckte torpedoförmige Körper. Die Seiten sind grausilbern und der Rücken graugrün und der Bauch weiß. Wie alle Forellenartigen besitzt auch die Meerforelle eine Fettflosse. Sie ernährt sich hauptsächlich von Fischen, kleinen Krebsen und Garnelen und kommt an den Küsten Europas vom Nordmeer bis zur Ostsee und Biskaya vor. Sie ist ein anadrom lebender Wanderfisch, der in seiner Lebensweise und seinem Verhalten dem atlantischen Lachs sehr ähnlich ist. Im Meer unternimmt sie ausgedehnte Wanderungen und steigt zum Laichen auch bis in kleine Flüsse auf. Die Ablaichung erfolgt im Winter auf kiesigem Untergrund in der Barben- und Äschenregion. Die Eier werden in Laichgruben abgelegt. Die Jungfische bleiben ein bis fünf Jahre im Süßwasser und wandern dann ins Meer ab. Die „innere Uhr“ signalisiert den Fischen, wann sie den Rückweg ins Meer anzutreten haben. Bei dieser Wanderung können sie Strecken bis zu 40 km am Tag zurücklegen. Laichbereite Fische während des Aufstiegs sind meist abgemagert und müssen viel Nahrung aufnehmen um ihre Vitalität schnellstmöglich zu steigern. Nach Beendung des Laichvorgangs kehren die Fische zurück ins Meer. Massensterben nach dem Ablaichen, wie bei einigen Lachsarten üblich, bleiben aus. Zurück im Meer, legen die Fische erneut an Gewicht zu und verlieren ihr braunes Laichkleid. "Hier bei uns in Aßlar weiß man von Erzählungen, dass eine Meerforelle zuletzt vor 50 bis 60 Jahren gefangen wurde", so Küster.


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