Zeitung suchen


Sie sind hier: LINUS WITTICH Medien KG > Produkte > Online-Lesen > Asslar - Die Woche
Titelkopf

Asslar - Die Woche


Asslar

In der Savanne geht es weiter

Der Brunnen hat jetzt eine Solarpumpe und ist von einer Mauer umgeben, wo jetzt auch die Frauen Wasser zapfen können.

In der Savanne geht es weiter
Der Verein "Karanjorro, Bildung und Entwicklung im Senegal", traf sich im Senioren- und Pflegeheim "Zum Schönbachtal" in Werdorf, zu seiner Jahreshauptversammlung. In deren Mittelpunkt stand wie immer die engagierte Arbeit des Vereins, aber auch Vorstandswahlen. Der 1. Vorsitzende Bernd-Michael Langer, seine Stellvertreterin Ruth Azulay, Schatzmeisterin Emilia Juhan und die Senegalbeauftragte Ursula Hafner wurden wieder gewählt. Neue Schriftführerin ist die bisherige Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit, Gisela Langer-Simon. In zwei Reiseberichten konnten die Langers eindrucksvoll die segensreiche Arbeit des Vereins Karanjorro darstellen, der 2011 gegründet wurde. Das erste Projekt, eine Schule in der Savanne, konnte 2015 fertig gestellt werden. Latir Diof, ein Dorfchef, hatte dem Verein das Land für die Schule geschenkt, die nun nach dem inzwischen Verstorbenen benannt ist. Hierfür konnten durch Benefizveranstaltungen und Spenden mehr als 60 000 Euro investiert werden. Nach Beendigung des ersten Projekts sollte möglichst schnell ein Weiteres folgen. Karanjorro erfuhr von dem ehemaligen Lepradorf Darou Salam, wo zwar eine Schule besteht, die aber aus allen Nähten platzt und vor allem ein Raum für die älteren Schüler fehlt. Dieser konnte inzwischen für rund 15000 Euro gebaut werden. Neben dieser Aufbauarbeit wurde auch noch ein Notfallkonto eingerichtet, da schon mehrfach Schülerinnen und Schüler mit lebensbedrohlichen Erkrankungen geholfen werden konnte, deren Eltern das Geld für die Behandlung fehlte. Inzwischen gab es einen neuen Kontakt zum 1. Projekt in der Savanne, das kürzlich besucht wurde. Die Eltern hatten dringend um ein Gespräch gebeten. "Alle Dorfchefs, die Frauen und Kinder hatten sich im Hof unseres Grundstückgebers Latir versammelt und begrüßten uns mit großer Begeisterung", so Bernd-Michael Langer. Fazit des langen Gesprächs: Inzwischen reichen die drei Klassenräume nicht mehr aus, weil zum einen Eltern ihre Kinder nun doch in die Schule schicken wollen und um anderen Kinder, die bisher weiter weg zur Schule gingen, nun auch in die Ecole Latir Diof gehen. Die Eltern möchten nach den Ferien beim Schulamt um eine Genehmigung bitten, dass Karanjorro hier weiter bauen soll. "Wir werden nun die Entscheidungen aus dem Senegal abwarten und die neue Situation mit den Mitgliedern des Vereins besprechen, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden", so Gisela Langer-Simon. Mit großer Freude konnte die Karanjorro-Delegation das Wasser aus dem so mühsam und kostspielig aus dem Nichts erbauten Brunnen genießen, und die kleine Gisela und Baby Mikael in die Arme nehmen, die nach den Initiatoren des Vereins benannt wurden. Nach einer kurzen Bilderschau konnten dann noch die weiteren Termine 2017 bekannt gegeben werden. Am 22. April, findet um 20:00 Uhr ein Benefizkonzert der Mundartgruppe „Meelstaa“ im katholischen Gemeindesaal in Asslar statt und am 20. Mai, um 15 Uhr, veranstaltet die Bläsergruppe der Freiherr-vom-Stein-Schule in der Gnadenkirche in Wetzlar bereits zum 7. Mal ein Benefizkonzert für Karanjorro. An den beiden Pfingsttagen findet das jährliche Afrikafest auf der Burg Lißberg in der Wetterau statt. Dort wird Karanjorro e.V. wieder mit einem Stand vertreten sein. Mehr Informationen über Karanjorro gibt es unter www.karanjorro.de.


Diese Zeitung stammt von unserem Verlagsstandort:

info(at)wittich-herbstein.de

Zum Kontaktformular >
Mehr Informationen zum Verlag >